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Das Vermächtnis der Anti-Atom-Bewegung Unsere Generation hinterlässt riesige Mengen Atommüll und somit eine über die Jahrtausende hinweg lebensbedrohliche Gefahr für Mensch und Umwelt. Das ist bittere Realität. Umso mehr, als dies wider besseren Wissens geschah und weiterhin geschieht. In den 1970er Jahren ist die Anti-Atom-Bewegung angetreten, um die atomare Erblast zu verhindern. Zum Teil ist das gelungen: Denn ohne den engagierten und ausdauernden Protest aus der Zivilgesellschaft wäre der deutsche Atommüll-Berg noch größer. Dennoch, der Müll ist da und muss für unvorstellbar lange Zeiträume möglichst sicher verwahrt werden. In Verantwortung gegenüber der heutigen und allen zukünftigen Generationen sowie im Bewusstsein der großen gesellschaftlichen und technischen Herausforderung haben wir daher die Stiftung Atomerbe gegründet. Die Stiftung sammelt finanzielle Mittel, um die von der Lagerung Betroffenen und zivilgesellschaftliche Organisationen in ihrem Bestreben zu unterstützen, mehr Sicherheit bei der Atommüll-Verwahrung durchzusetzen. Auf diese Weise soll sie sicherstellen, dass die Menschen, die die Last des Atomerbes tragen müssen, ihre Schutz- und Sicherheitsinteressen gegen nachlässige Atommüll-Politik verteidigen können – jetzt und in Zukunft. Wir suchen Menschen, die sich den Zielen der Stiftung verpflichtet fühlen und sie mit Zustiftungen, Spenden, durch ihr Testament oder ein Vermächtnis unterstützen wollen.
Hier findet ihr alles zur
Stiftung Atomerbe

Atomgesetz ausgehebelt: Atommüll-Zwischenlager Brunsbüttel unbefristet illegal Umweltminister Albrecht (S-H) will Anordnung zur Castor-Lagerung im ungenehmigten Zwischenlager Brunsbüttel unbefristet verlängern Zum Bericht des NDR vom 17.01.2020 (NDR Schleswig Holstein Magazin), wonach der schleswig-holsteinische Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) die Atommüll-Lagerung im nicht genehmigten Zwischenlager Brunsbüttel jetzt sogar unbefristet zulassen will, erklärt Armin Simon von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Anzuordnen, hochradioaktiven Atommüll einfach weiter in der Halle stehen zu lassen, deren Genehmigung die Gerichte wegen mangelnder Sicherheitsnachweise just kassiert hatten, war schon vor fünf Jahren dreist. Albrechts Vorgänger und Parteifreund Robert Habeck hat damals öffentlich erklärt, dass dieser Zustand ‚maximal‘ drei Jahre anhalten solle – Zeit für Vattenfall, um eine gültige Genehmigung für die Atommüll-Lagerung zu erwirken. Nun stellt sich heraus, dass Vattenfall Unterlagen, die nach Behördenangaben‚ wesentliche Fragen zum Nachweis der Sicherheit‘ der Brunsbütteler Castor-Halle betreffen, bis heute nicht eingereicht hat. Entweder will Vattenfall also die angebliche Sicherheit des Atommüll-Zwischenlagers gar nicht nachweisen – oder die nötigen Sicherheitsnachweise sind schlicht nicht zu erbringen, weil die Castor-Halle zu unsicher ist. In beiden Fällen müsste die Atomaufsicht dringend intervenieren und endlich für eine zumindest den gesetzlichen Mindestanforderungen entsprechende Unterbringung des Atommülls sorgen. Stattdessen setzt das schleswig-holsteinische Ministerium mit seiner Anordnung seit fünf Jahren die geltenden Sicherheitsregeln für Atommüll-Zwischenlager außer Kraft. Dass Umweltminister Albrecht diesen Zustand nun auch noch unbefristet verlängern will, ist ein Schlag ins Gesicht nicht nur der Anwohnerinnen und Anwohner, die dem Risiko der 20 Castoren in der Halle tagtäglich ausgesetzt sind. Er brüskiert auch alle, die darauf vertraut haben, dass sich zumindest der Staat an die von ihm selbst aufgestellten Regeln zum Schutz vor Atomgefahren hält und diese durchsetzt. Ein vertrauenswürdiger und verantwortungsvoller Umgang mit Atommüll sieht anders aus.“ Hinweis:
Fragen und Antworten zum Brunsbüttel-Urteil von 2013/2015, zur Reaktion des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums darauf und zur Bedeutung für die anderen Zwischenlager bundesweit finden Sie unter: https://www.ausgestrahlt.de/informieren/atommuell/hochradioaktiv/zwischenlagerung/?tab=4#panel4

03.10.2019 | von Armin Simon Dual-Myth-Reaktor: Das Illusionskraftwerk

Warum der „Dual-Fluid-Reaktor“ seine Versprechen nicht hält und zudem eine hoch gefährliche Idee ist.
Wer hat sie nicht schon gelesen in den letzten Wochen, die Geschichte vom angeblich ungefährlichen neuen AKW, das angeblich Energie im Überfluss liefert, angeblich nichts kostet und obendrauf angeblich noch Atommüll frisst – Ammenmärchen der Atom-Lobby, die so gut klingen, dass ihnen viele auf den Leim gehen. Nur mit der Wirklichkeit hat diese Erzählung vom famosen „Dual-Fluid-Reaktor“ nichts zu tun: Atom-Risiko hoch zwei. Auch in einem Dual-Fluid-Reaktor sind schwere Atomunfälle und unkontrollierte Kettenreaktionen nicht ausgeschlossen. Der angebliche Notablass des hochradioaktiven Brennstoffkreislaufs ist bisher nur eine Skizze. Ob er überhaupt und vor allem im Zweifel auch schnell genug funktioniert, ist völlig offen. Die heißen Salz- und vor allem auch die Metallschmelzen, auf denen der Dual-Fluid-Reaktor basiert, sind extrem korrosiv, Schäden am Reaktor also zu erwarten. Sicherheitsnachweise des Reaktorkonzepts liegen keine vor. Gleiches gilt für die zum Betrieb eines solchen Reaktors zwingend nötige integrierte Wiederaufarbeitungsanlage. Nach den Vorstellungen der Reaktor-Fans soll diese mit an die 1.000 Grad heißen, hochradioaktiven Chlorverbindungen operieren und dabei hochradioaktive, zum Teil hochgradig waffenfähige Stoffe aus der Brennstoffsuppe herausklauben und sortenrein sammeln – ein immenses Gefahrenpotenzial in jeder Hinsicht.
Atommüll-Scharlatanerei Die Umwandlung langlebiger Bestandteile des Atommülls in kurzlebige Stoffe (Transmutation), die der Dual-Fluid-Reaktor angeblich ermöglichen soll, kommt nur für einen Teil des Atommülls überhaupt in Frage. Andere Teile, etwa die in Glaskokillen eingeschmolzenen hochradioaktiven Rückstände aus der Wiederaufarbeitung oder besonders langlebige Spaltprodukte, bleiben außen vor. Ein tiefengeologisches Atommülllager würde also keinesfalls überflüssig. Um überhaupt einzelne Atommüll-Bestandteile transmutieren zu können, müssten diese erst einmal sortenrein aus dem abgebrannten Brennstoff abgetrennt werden. Zu den dafür nötigen Verfahren gibt es bisher nur theoretische Untersuchungen und kleine Versuche im Labormaßstab. Ob und unter welchen Bedingungen eine solche Anlage in der Praxis überhaupt funktionieren würde, ist ungeklärt.
Atomwaffen für alle In der integrierten Wiederaufarbeitungsanlage eines Dual-Fluid-Reaktors würden radioaktive Stoffe anfallen, die den Bau von Atomwaffen ermöglichen. Sie könnten leicht entwendet und für militärische oder terroristische Zwecke missbraucht werden und alle Bemühungen um die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen konterkarieren.
Illusionskraftwerk Weder vom Dual-Fluid-Reaktor selbst noch von der für seinen Betrieb zwingend benötigten Wiederaufarbeitungsanlage gibt es ausgearbeitete Pläne, geschweige denn irgendwelche Sicherheitsnachweise, Werkstoffe, Genehmigungen, Protoypen etc. Der so genannte „Reaktor“ ist real nicht mehr als eine Ideenskizze, deren Versprechungen bisher niemand überprüfen kann, weil sie technisch viel zu vage ist und weder Materialien noch Bauteile existieren. Die Geschichte vom angeblich ungefährlichen AKW, das angeblich Energie im Überfluss liefert, angeblich nichts kostet und obendrauf angeblich noch den ungebliebten Atommüll frisst, verfängt aber so gut, dass viele ihr auf den Leim gehen.
Illusion schlägt Wirklichkeit Todesstoß fürs Klima Selbst die Fans des Dual-Fluid-Reaktor gehen davon aus, dass es mehrere Jahrzehnte braucht, um tatsächlich Strom produzierende AKW diesen Typs zu bauen – von allen technischen, gesellschaftlichen, finanziellen und politischen Schwierigkeiten einmal abgesehen. Und alle Erfahrung zeigt, dass es real in der Regel nochmal deutlich länger dauert. Um das katastrophale Kippen des Weltklimas zu verhindern, muss der Ausstoß von Treibhausgasen schnell sinken. Ein Reaktor, den es theoretisch eventuell in einigen Jahrzehnten einmal geben könnte, hilft dabei keinen Deut weiter. Das Hoffen auf eine vermeintliche Wundermaschine verhindert vielmehr, dass wir die heute schon nötigen und längst möglichen echten Klimaschutzmaßnahmen ergreifen.

06.12.2018: Angela Wolff, Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team schreiben
"Wie sieht die Praxis in der vor eineinhalb Jahren angelaufenen Standortsuche aus? Besteht der Transparenz-Anspruch den Realitäts-Check?




Beispiel Geodaten: Ein Kern der im Standortauswahlgesetz versprochenen Transparenz betrifft die geologischen Daten, auf deren Grundlage Entscheidungen über die Eignung von einzelnen Regionen für die Atommüll-Lagerung getroffen werden. Schließlich wollen die Betroffenen wissen und überprüfen können, warum nun genau sie ausgewählt werden und andere nicht. Doch da ein großer Teil der vorhandenen Geodaten von privaten Firmen mit teuren Bohrungen erhoben wurde (etwa zur Suche nach Gasvorkommen) und damit quasi deren Geschäftsgeheimnis darstellen, dürfen diese nicht veröffentlicht werden. Ein Dilemma, das die Bundesregierung mit einem Geologiedatengesetz (GeolDG) auflösen soll.
Doch zum jetzt vorliegenden Gesetzentwurf aus dem Wirtschaftsministerium erklärt sogar die BGE in einer .ausgestrahlt vorliegenden Stellungnahme: „Dem GeolDG kommt  (…) die Funktion zu, eine eindeutige und konsequente Regelung zur Veröffentlichung der Geodaten zu schaffen, um so die nach Standortauswahlgesetz (StandAG) geforderte Transparenz des Verfahrens zu gewährleisten. Auch mit dem aktuell vorliegenden Entwurf des GeolDG wird dieses Ziel nicht erreicht. Eine umfassende Veröffentlichung der abgefragten geologischen Daten (…) lässt ein GeolDG auf Basis des vorliegenden Referentenentwurfes nicht zu.“ Transparenz? Fehlanzeige!

Beispiel Öffentlichkeit von Veranstaltungen: Das Atommüll-Bundesamt (BfE) diskutiert seine Vorstellungen zu Partizipation mit ausgewählten Expert*innen. Die Öffentlichkeit ist nicht zugelassen. Das BfE kündigt an, Mitschnitte der Status-Konferenz zur Standortsuche ins Internet zu stellen. Das ist auch einen Monat danach noch nicht geschehen. Das BfE lädt für Januar Vertreter*innen von Kommunen bundesweit zu vier Großveranstaltungen ein, um dort für die Standortsuche zu werben. Die Öffentlichkeit ist nicht zugelassen (was nebenbei auch dazu führt, dass .ausgestrahlt dort nicht kritisch informieren kann). Das Nationale Begleitgremium (NBG), das sich selbst als Anwalt eines transparenten Verfahrens darstellt, tagt zunehmend nicht-öffentlich. Bei der jetzt anstehenden eineinhalbtägigen Sitzung ist die Öffentlichkeit nur noch für zwei Stunden zugelassen. Transparenz? Fehlanzeige!

Wenn die Behörden und Institutionen nicht für Transparenz sorgen, dann müssen wir das selbst tun. .ausgestrahlt arbeitet intensiv daran, entsprechende Informationen und kritische Analysen zugänglich zu machen..."

Glossar zur Standortsuche für Atommüll hier:
https://www.ausgestrahlt.de/informieren/atommuell/standortauswahlverfahren/ 

Expertise zur Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Standortsuche https://www.ausgestrahlt.de/media/filer_public/eb/c1/ebc17793-c785-4d9e-845e-32b211219041/se_oeffentlichkeitsbeteiligung_standag.pdf

1. November 2018
Es schreibt: Jochen Stay 
0,1 Millimeter bis zum Super-GAU...im AKW Neckarwestheim 2 geschieht ungeheuerliches: Im Dampferzeuger, dort wo das heiße Wasser aus dem Reaktorkern durch unzählige dünne Röhren fließt, um das Wasser für die Turbinen zu erhitzen, sind über 100 Rohre rissig. Weitere 23 sind von Lochfraß betroffen. Die Risse ziehen sich quer um die Rohre. Die normalerweise 1,2 Millimeter starken Wände sind stellenweise nur noch 0,1 Millimeter dick. Dabei müssen die Rohre teilweise Druckunterschiede von 80 bar und Temperaturschwankungen von mehreren Hundert Grad aushalten.
Mutmaßliche Ursache der Risse ist nach Aussage des Stuttgarter Umweltministeriums Spannungsrisskorrosion. Das bedeutet, dass die Risse urplötzlich entstehen und unvorhersehbar weiter reißen können. Weder der Betreiber EnBW noch die Atomaufsicht können bisher sagen, wann diese Risse entstanden und wie schnell sie gewachsen sind. Sie können deshalb auch nicht ausschließen, dass in den kommenden Monaten neue Risse entstehen und gefährlich wachsen.

Reißt auch nur ein einziges der mehr als 16.000 Heizrohre des Reaktors im Betrieb ab, ist das bereits ein schwerer Störfall. Die Gefahr, dass die dann unter hohem Druck umher schlagenden losen Rohr-Enden weitere benachbarte Rohre beschädigen, ist groß – insbesondere, wenn diese ebenfalls bereits Risse aufweisen. Schlägt so ein weiteres Heizrohr leck, ist der Störfall auslegungsüberschreitend und nach offiziellen Angaben nicht mehr sicher beherrschbar. Selbst eine Kernschmelze ist dann nicht mehr ausgeschlossen.

.ausgestrahlt hat gemeinsam mit örtlichen Aktivist*innen durch zwei Aktionen auf die Misere in Neckarwestheim aufmerksam gemacht. Am Freitag letzter Woche projizierten wir auf die Kuppel des AKW den Schriftzug:
„Wir flicken bis zum Super-GAU – EnBW“ (Fotos: Stefan Mayer). Viele Zeitungen brachten die Bilder. Gestern folgte eine große Fuhre Schrott, die wir in Stuttgart vor dem Umweltministerium abkippten, verbunden mit der Forderung: „Schrottreaktor Neckarwestheim endlich abschalten!“

Die EnBW will den Reaktor am 6. November wieder in Betrieb nehmen. Ein Skandal! Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) muss das verhindern. Bis die Ursache sowohl der Risse als auch des Lochfraßes an den Rohren eindeutig geklärt und behoben ist, darf der Reaktor nicht wieder ans Netz.

Deshalb schreib jetzt an Untersteller, entweder per E-Mail an
poststelle@um.bwl.de oder per Post an Minister Franz Untersteller, Umweltministerium, Kernerplatz 9, 70182 Stuttgart.


Angela Wolff schreibt am 25. Oktober 2018 unter anderem:

"...Es ist nicht neu, dass die Atomlobby weltweit versucht, den Klimawandel zu instrumentalisieren, um Ausstiegspläne zu verhindern und eine Renaissance der Hochrisikotechnologie durchzusetzen. Neu ist, dass sie ihre kruden Märchen von der ach so sauberen „Kernenergie“ auf die Straße tragen, um dort ganz öffentlich für Atomkraft zu werben. Klar, die Pro-Atom-Propaganda hat bislang kaum Einfluss in Deutschland; die Mehrheit der Bevölkerung – das belegen Umfragen – ist weiterhin atomkritisch und wünscht sich einen schnelleren Atomausstieg. Nichtsdestoweniger ist es wichtig, die Gefahr einer aufkeimenden Pro-Atom-Stimmung rechtzeitig zu erkennen und ernstzunehmen.

Bleib auch Du wachsam und entlarve die Pseudo-Klimaschutz-Argumente, wann immer sie Dir begegnen! Etwa solche, die behaupten, dass Atomenergie klimaneutral sei. Das Gegenteil ist der Fall. Zum einen torpediert die Atomindustrie die Energiewende mit ihren Anlagen massiv. Zum anderen entstehen bei der Uranförderung klimaschädliche Treibhausgase. Atomenergie rettet das Klima nicht. Sie gefährdet aber die Lebensgrundlagen von vielen Millionen Menschen. Auch neue Reaktortechnologien ändern daran nichts – sie sind nur ein weiterer Versuch der Lobbyist*innen, die fatalen Risiken und Folgen kleinzureden..."

Es war nur eine Frage der Zeit, dass die Atomlobby auf den Zug aufspringt und sich als Klimaretter verstanden wissen will. Ich kann nur hoffen, dass die Menschheit nicht so blöd ist und diesem Wahnsinn abermals aufsitzt. Bis heute wird Atommüll produziert und niemand weiß, wohin mit diesem Strahlenmüll. Marode Atomkraftwerke laufen bis zur Besinnungslosigkeit. Neue Technologien stellen weiterhin eine Gefahr für unsere Lebensgrundlage dar und können keinen Beitrag zum Klimaschutz bringen.

hier könnt ihr euch über die neueste Technologie und deren Gefahren informieren. Macht euch selbst ein Bild

https://www.ausgestrahlt.de/media/M-128-05_Flyer_Sch%C3%B6ne_neue_Reaktorwelt_WEB.pdf


jetzt am 6. Oktober: Umweltverbände ziehen Protest gegen RWE-Rodungspläne für den Hambacher Wald vor
Gemeinsame Presseerklärung von BUND, Campact, Greenpeace und den NaturFreunden Deutschlands : Nachdem RWE vergangene Woche mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst begonnen hat, ziehen auch Umweltschützer ihre Proteste vor. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands verlegen ihre gemeinsame Demonstration gegen die Rodung des Waldes auf Samstag, den 6. Oktober 2018, um RWE vor dem möglichen Start der Abholzung ab 15. Oktober 2018 ein klares Stopp-Signal zu senden. Ursprünglich war die Demo am Tag zuvor (14.10.) geplant.“Durch die Räumung der Baumhäuser macht der Kohlekonzern RWE jeden Tag Druck. Mit der Demonstration ‘Wald retten! Kohle stoppen!’ wollen wir ein Zeichen für den Erhalt dieses einzigartigen Waldes und für einen schnellen Kohleausstieg setzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass noch mehr klimaschädliche Braunkohle abgebaggert wird. Das ist Klimapolitik von vorgestern”, sagen die Organisatoren der Demonstration.

Über die Zulässigkeit dieser Rodung wird aktuell wegen einer Klage des BUND vor dem Oberverwaltungsgericht Münster verhandelt. Vor der gerichtlichen Entscheidung Fakten zu schaffen, ist eine Provokation von RWE, die auch die Arbeit der Kohle-Kommission in Berlin schwer belastet. Auf Druck des Gerichtes hat RWE erklärt, nicht vor dem 14. Oktober 2018 mit den Baumfällarbeiten zu beginnen.

Schon jetzt regt sich breiter Protest gegen die Abholzung. Rund 500.000 Menschen unterstützen den Appell „Hambacher Wald: Retten statt roden“, in dem die verantwortlichen Politiker im Bund und in Nordrhein-Westfalen aufgefordert werden, sich für den Erhalt des Hambacher Waldes einzusetzen. Zu den sonntäglich stattfindenden Waldspaziergängen reisen bereits jetzt Tausende Menschen an, um persönlich ein Zeichen zu setzen.

Terminhinweis:

6. Oktober 2018, 12 Uhr
Ort:
GroßdemoBahnhof Buir, Hambacher Wald
Demonstration: Wald retten! Kohle stoppen!

niemand weiß, was der Reaktor ausbrütet. Die Ursache für die ungewöhnlich starken Oxidationen an den Brennstäben, die bei der letzten Revision im Februar 2017 festgestellt wurden, liegt noch immer im Dunkeln. Trotz des Versprechens von Umweltminister Robert Habeck, den alten Meiler erst wieder anzufahren, wenn die Ursache für die Korrosion zweifelsfrei geklärt wäre, ging das AKW Brokdorf wieder ans Netz. Dieser Tage ist es wegen der aktuellen Revision abgeschaltet. Ein guter Zeitpunkt für öffentlichen Protest: AKTION am 16.4.
Die BI Kiel gegen Atomanlagen und die Initiative Brokdorf-akut fordern in einer Protestaktion „Schrottreaktor Brokdorf stoppen!“
WANN: am Montag, 16. April, um 13.30 Uhr
WO: vor dem Umweltministerium Schleswig-Holstein, Mercatorstraße 3, 24106 Kiel DEMO am 22.4.
Und zum 32. Tschernobyl-Jahrestag macht die sechste Protest- und Kulturmeile deutlich, dass die Zeit für dieses AKW, das schon so viele Jahre Leben und Gesundheit der Menschen in der Region Norddeutschland und darüber hinaus gefährdet, endlich abgelaufen sein muss.
WANN: Sonntag, 22. April, um 12 Uhr mittags
WO: vor dem AKW Brokdorf, Osterende, 25576 Brokdorf Nähere Infos findest Du
hier.  

Im Sommer 2017 hat die Bundesregierung den Neustart für die Suche nach einem tiefengeologischen Atommüll-Lager in Deutschland ausgerufen. 17.000 Tonnen hochradioaktiver Müll müssen für mindestens eine Million Jahre möglichst sicher gelagert werden. Die von Politiker*innen propagierte „weiße Landkarte“, die als Symbol für eine ergebnisoffene Suche stehen soll, hatte von vornherein Flecken. Es kommen nur Gebiete infrage, die über Vorkommen von  Salz-, Ton-, oder kristallinem Gestein (etwa Granit) verfügen, so ist es im Gesetz festgelegt. .ausgestrahlt hat anhand geologischer Studien der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine Deutschlandkarte erstellt, in der die entsprechenden Gesteinsvorkommen verzeichnet sind.  Dein Landkreis Nordfriesland liegt in einer solchen Region. Wichtig: Nordfriesland ist noch nicht von offizieller Seite ausgewählt; er kommt jedoch aufgrund seiner geologischen Voraussetzungen potenziell für das Standortauswahlverfahren infrage. Es ist wichtig, dass mögliche Betroffene sich frühzeitig informieren, um selber aktiv werden zu können, denn das vom Bundestag beschlossene Standortauswahlverfahren berücksichtigt weder ausreichend wissenschaftliche Kriterien, noch bietet es genügend Raum für Mitbestimmung durch die Bürger*innen. Das kannst Du tun: Informiere Dich auf der .ausgestrahlt-Website über das Standortauswahlverfahren. Im .ausgestrahlt-Shop findest Du Info-Material, das Du in Deiner Region verteilen oder auslegen kannst, um auch andere zu informieren. Die Vernetzung mit anderen potenziell Betroffenen, die aktiv werden wollen, ist wichtig. Das Team um ausgestrahlt bietet an, Euch zusammenzuführen. Wenn Du Dich mit anderen Aktiven aus Deiner Region vernetzen möchtest, können sie Deinen Namen und Deine E-Mai-Adresse an diejenigen weitergeben, die das ebenfalls möchten. Falls Du daran interessiert bist, sende eine E-Mail an: info@ausgestrahlt.de. Organisiere alleine oder gemeinsam mit anderen eine öffentliche Infoveranstaltung in Deiner Region. .ausgestrahlt vermittelt ReferentInnen, die das Suchverfahren erläutern und kritisch analysieren

Gundremmingen,              9. August 2017
Ein leuchtendes Zeichen gegen die Sicherheitsbedrohung durch Deutschlands letzten Siedewasserreaktor setzten Umweltinstitut München und .ausgestrahlt in den frühen Morgenstunden am Atomkraftwerk Gundremmingen. Kurz bevor der Reaktorblock C heute Mittag nach einer Revision wieder angefahren wird, projizierten die beiden Umweltorganisationen den Schriftzug „Block C: Endgültig vom Netz!“ an den Kühlturm des aktuell abgeschalteten Kraftwerksblocks. Siehe Foto von Jörg Farys. Mit der nächtlichen Aktion verleihen sie ihrer Forderung Nachdruck, den Reaktor aufgrund gravierender Sicherheitsmängel noch in diesem Jahr abzuschalten. Die Blöcke B und C in Gundremmingen sind die letzten Siedewasserreaktoren in Deutschland. Alle anderen mussten aus sicherheitstechnischen Gründen nach der Atomkatastrophe in Fukushima endgültig vom Netz. Das Not- und Nachkühlsystem des Atomkraftwerks Gundremmingen entspricht nicht den geltenden Sicherheitsanforderungen, so dass bei schweren Erschütterungen wie Explosionen, Erdbeben oder Flugzeugabstürzen die Gefahr einer Kernschmelze groß ist. Weitere Mängel wie die fehlerhafte Bodenschweißnaht im Reaktordruckbehälter kommen hinzu, wie Gutachten renommierter Reaktorsicherheitsexperten bestätigen. Gundremmingen gilt deshalb als Deutschlands gefährlichstes Atomkraftwerk. Der Reaktorblock B wird Ende 2017 endgültig abgeschaltet, Block C hingegen soll noch vier weitere Jahre laufen. „Block B jetzt vom Netz zu nehmen und den baugleichen Block C bis 2021 weiter zu betreiben – das ist so, als würde man von zwei Blindgängerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg nur eine entschärfen und die andere vier weitere Jahre liegen lassen“, kommentiert Franziska Buch, Energiereferentin am Umweltinstitut München. „Vier Jahre zusätzliches Risiko für die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg und darüber hinaus sind nicht tragbar“. „Die Technologie der Gundremminger Reaktoren stammt aus den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das sind gefährliche Oldtimer“, erklärt Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt. „Block C soll alleine dafür weiterbetrieben werden, um RWE noch vier Jahre Geld in die Kassen zu spülen. Das ist nicht zu verantworten. Wir fordern von der Atomaufsicht in Berlin und München, beide Blöcke in Gundremmingen sofort abzuschalten.“ Umweltinstitut München und .ausgestrahlt haben rund 37.000 Unterschriften für die komplette Abschaltung des Atomkraftwerks Gundremmingen noch in diesem Jahr gesammelt. Eine repräsentative Emnid-Umfrage ergab zudem, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Bayerns dafür ist, beide Reaktorblöcke bis Ende 2017 vom Netz zu nehmen. Sie sind nicht bereit, das Risiko eines Atomunfalls einzugehen, während der erzeugte Strom noch nicht einmal für die Versorgungssicherheit gebraucht wird. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr eine Rekordmenge von 50 Milliarden Kilowattstunden überflüssigen Strom – so viel wie fünf Atomkraftwerke erzeugen. Aktion: Großbuchstaben bringen es auf den Punkt
Eine Woche vor der Bundestagswahl möchte .ausgestrahlt zusammen mit vielen Aktiven am AKW Gundremmingen ein wichtiges Zeichen setzen, zu dem wir auch die Presse einladen. Riesige Buchstaben bewegen wir gemeinsam auf das Kraftwerk zu und bilden vor ihm eine unübersehbare Forderung, die es auf den Punkt bringt: „Atomrisiko jetzt abschalten“. Eingerahmt wird der Schriftzug von vielen Menschen, wehenden Anti-Atom-Fahnen und Transparenten, so dass ein starkes Bild entsteht. Doch das wird nur gelingen, wenn viele bereit sind, an diesem Tag zum AKW zu kommen und das Ergebnis der von .ausgestrahlt in Auftrag gegebenen Emnid-Meinungsumfrage auch bildlich zu bestätigen: Die absolute Mehrheit der bayerischen Bevölkerung will die Abschaltung des AKW noch in diesem Jahr!
Wann? Sonntag, 17.09.17, 11.30-12.30 Uhr
Wo? AKW Gundremmingen, Zufahrt Südseite


11. Mai 2017
es schreibt Jochen Stay: "Vor kurzem haben sich die Gemüter in den Kommentarspalten verschiedener deutscher Zeitungen erregt. Grund waren die Ergebnisse einer Studie zur Deckung der Folgekosten im Falle eines Super-GAUs in Europa. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kommt im Auftrag von Greenpeace Energy zu dem Ergebnis, dass die Kosten bei 100 bis 430 Milliarden Euro lägen. Die Empörung Vieler gilt aber nun weniger dieser gigantischen Summe und den immensen Risiken, als der Information, dass die Deckungsvorsorgen in anderen europäischen Ländern wesentlich geringer sind als hierzulande. Auch sind Deutschland und die Schweiz die einzigen europäischen Atomstaaten, in denen die Betreiberkonzerne mit ihrem Gesamtvermögen haften. Es stimmt, während in Deutschland Versicherungen eine Deckungsvorsorge in Höhe von 2,5 Milliarden bereitstellen, sind die Unfallkosten in den meisten europäischen Atomstaaten nur in Höhe dreistelliger Millionenbeträge abgedeckt. Im Verhältnis zu den Unfallkosten ist aber auch die hiesige Vorsorge absolut lächerlich: Da hilft es auch nicht, dass die Haftpflicht der Betreiberkonzerne unbegrenzt ist, denn da ist bekanntlich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage immer weniger zu holen. Auch der Verweis darauf, dass die Bundesrepublik ja ab 2022 im Gegensatz zu vielen seiner Nachbarn kein Gefährderstaat mehr sei, ist absolut unangebracht. Fakt ist, dass auch Deutschland bei zunehmenden Unfallrisiko bis 2022 an jedem einzelnen Tag die Risiken und Folgen eines Super-GAUs in Kauf nimmt und damit auch Staaten gefährdet, die sich bewusst gegen die Atomkraft entschieden haben. Dies geschieht zudem ohne Not - denn der sofortige Ausstieg wäre ohne Weiteres möglich. Anstatt also gegenseitig mit dem Finger aufeinander zu zeigen, wäre es angebracht, endlich zuzugeben, dass die Risiken der Atomkraft nirgends tragbar sind - wirtschaftlich nicht und menschlich schon gar nicht. Gegen die Gefahren der Atomkraft gibt es nur eine Versicherung: Abschalten!"

Aus Satire wird Realität

15. Dezember 2016: der Bundestag beschließt das Gesetzespaket in Sachen Folgekosten der Atomkraft und ermöglicht damit den AKW-Betreibern, sich aus der Verantwortung für den Atommüll freizukaufen. Und das Parlament entscheidet zusätzlich, die Brennelementesteuer nicht zu verlängern.:-( Diejenigen, die über Jahrzehnte Aber-Milliarden mit ihren Atomkraftwerken verdient haben, sind für die Folgekosten nicht mehr verantwortlich!!! Der Atommüll gehört künftig dem Staat bzw. uns allen – und wir müssen sehen, wie wir die immensen Kosten aufbringen, die für seine möglichst sichere Lagerung und Entsorgung entstehen. Dies zeigt einmal mehr, wie groß der politische Einfluss von Eon, RWE, Vattenfall und EnBW immer noch ist.   Zufrieden können wir daher mitnichten sein. Auch deshalb nicht, weil der Bundestag mit seinen Beschlüssen nicht unerheblich dazu beiträgt, Politikverdrossenheit und Unverständnis für staatliches Handeln in der Bevölkerung zu steigern – in diesen Zeiten ein Spiel mit dem Feuer. 

06.Dezember 2016: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat sein Urteil zu den Klagen von Eon, RWE und Vattenfall gegen die Laufzeitverkürzungen nach Fukushima verkündet. Was das Gericht genau entschieden hat und welche Folgen das Urteil haben wird hat ausgestrahlt einer gründlichen Analyse unterzogen und die wichtigsten Fragen und Antworten veröffentlicht.

Juli 2016: zum Abschlussbericht der Atommüllkommission, welche einen „belastbaren Lösungsansatz“ für die möglichst sichere Lagerung radioaktiver Abfälle finden, Kriterien für eine Standortsuche festlegen und einen „breiten gesellschaftlichen Diskurs“ dazu organisieren wollte.
Wie man diesen Bericht der Atommüllkommission werten kann, könnt ihr
hier nachlesen.

Mai 2016: Die Atomlobby lässt nicht locker – und sie agiert auch in Brüssel mit Erfolg. Das zeigt ein kürzlich geleaktes Dokument der Europäischen Kommission , das sich für neue Atom-Subventionen stark macht: Unser Steuergeld soll die Atomindustrie und die Markteinführung neuer Reaktoren unterstützen.


30.03.2016 | von Armin Simon "...viel ist in diesen Tagen von der Gefahr terroristischer Anschläge auf Atomanlagen die Rede. Dieses Risiko ist unbestritten, Atomkraftwerke sind von innen wie außen auf vielfache Weise verwundbar. Um eine atomare Katastrophe auszulösen, braucht es bei einem AKW allerdings weder Waffen noch AttentäterInnen. Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima haben das längst bewiesen. Und die Liste der Beinahe-Katastrophen ist noch ungleich länger – genügend Gründe also auch ohne Terror, alle Meiler sofort abzuschalten.
Dass AKW-Betreiber und Aufsichtsbehörden die Reaktoren immer noch und immer wieder als "sicher" bezeichnen, verschleiert schlicht die Realität. Oder, wie es der ehemalige Chef der US-Atomaufsicht, Gregory Jaczko, ausdrückt, der nach Fukushima gegen die Genehmigung neuer AKW votierte: Es ist ein grundlegendes Missverständnis. Das .ausgestrahlt-Interview mit Jaczko findest Du hier:
https://www.ausgestrahlt.de/blog/2016/03/30/niemand-spricht-das-deutlich-genug-aus/  "Armin Simon

Vor 5 Jahren, am 11. März 2011, gerieten nach einem Erdbeben und Tsunami 3 Reaktoren der Atomanlage in Fukushima außer Kontrolle. Obwohl die besondere Gefährdung dieser Region bekannt war, wurde auch dieses AKW aus Profitgier gebaut und betrieben. Tausende Menschen mussten nach dem Super-GAU ihre Heimat verlassen. In der Region steigt die Zahl der Menschen mit Schilddrüsenkrebs unaufhörlich. Seit dem Unfall fließen täglich 200 t hochverstrahltes Wasser aus der Reaktoranlage in den Pazifik. Diese Verstrahlung hat bereits den amerikanischen Kontinent in Höhe von Kalifornien erreicht. Nach dem japanischen Super-GAU wurden in Deutschland nur 8 von 17 Reaktoren abgeschaltet. Die restlichen Atomkraftwerke dürfen zum Teil noch bis zum Jahr 2022 weiterlaufen. Sie erzeugen damit täglich große Mengen hochradioaktiven Atommülls, bei dem bis heute weltweit niemand weiß, wo er sicher gelagert werden kann. Außerdem besteht bei jedem dieser Reaktoren jeden Tag die Gefahr eines Super-GAUs – auch in Deutschland.
Atomanlagen stellen bereits in Friedenszeiten eine verantwortungslose Bedrohung für alles Leben auf der Erde dar. Unter Bedingungen, die zunehmend von militärischen Konflikten, Anschlägen und regionalen Kriegen bis zur permanenten Eskalationsgefahr zu einem Weltkrieg gekennzeichnet sind, verschärft sich diese Gefahr.
Deshalb fordern wir:

Sofortiger Stopp aller Atomkraftwerke und Atomanlagen!

Wieso?
Was könnte mir oder anderen Menschen im schlimmsten Fall schon passieren? 

Leben in einer verstrahlten Umgebung.

Wie wahrscheinlich ist das?

Wenn man sich die Störfälle und die Sicherheitsstandards von AKWs anschaut, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch wir hautnah ein Tschernobyl erleben. Die Herstellung und spätere Entsorgung des Strahlenmülls ist ein Risiko für die Zukunft aller Menschen.

Was kann ich jetzt tun?

Nach wie vor keinen Atomstrom beziehen, auf Demos meine Sorgen zum Ausdruck bringen und andere zum Stromanbieterwechseln anregen. Wenn ich meinen Stromverbrauch weiter bewusst angehe, kann ich mir auch zukünftig sauberen Strom leisten. Und letztlich kann ich weiterhin Petitionen und Aufrufe zum Atomausstieg mit meinem Namen unterschreiben sowie meine Kritik an der Atompolitik an den derzeitigen Umweltminister senden 


Welche Bedeutung hat dieses Thema im nächsten Jahr? Welche Bedeutung hat das Thema in fünf Jahren? Welche Bedeutung hat das Thema in 20 Jahren? 

Wenn es dann immer noch den Atomwahn gibt, dieselbe existentielle, bedrohliche Bedeutung wie heute.

Ich habe mir diese Fragen beantwortet, weil ich hoffte, dadurch gelassener werden zu können. Gelingt mir aber leider nicht. Die Ohnmacht, nichts weiter tun zu können, macht mich traurig, wütend, zuweilen fatalistisch.                               


"Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland"

anlässlich des Schwarz/Gelben Atomdeals

25.03.2011: 
Obiger Text entstand im April 2010 und ich hatte ihn aus Frust aus dem Netz genommen, da die Atomlaufzeitverlängerung trotz ernstzunehmender Proteste in der Bevölkerung skrupellos von unserer Regierung durchgesetzt wurde. Nun nehme ich den Super-Gau in Fukushima zum Anlass, und um nichts anderes wird es sich in Japan in den nächsten Tagen handeln, da weitere starke Erdbeben zu erwarten sind, ihn wieder ins Netz zu nehmen. Ich rufe dringend dazu auf, sich mit der Atompolitik zu befassen. Wir dürfen nicht die Augen verschließen und der Technologiegläubigkeit, den Verharmlosungen und Beschwichtigungsreden der Politiker Glauben schenken. Was hilft es uns, wenn Politiker und Atomkraftbetreiber im WORST CASE mit Bedauern kundtun, dass sie dieses oder jenes Ausmass an Naturgewalt oder an menschlichem Versagen nicht haben kommen sehen? Was hat es den Bewohnern rund um Tschernobyl genutzt? Wir müssen die Augen und Ohren wieder öffnen, jetzt nach Japan sehen, hören und lernen und endlich die Entscheidung treffen, den Ausstieg aus der Atomindustrie selbst voranzutreiben. Alle AKWs abzuschalten hätte im WORST CASE zur Folge, dass wir kurzfristig vermutlich Energieengpässe einrechnen müssten. Wir müssten daher verantwortungsvoller und intelligenter die zur Verfügung stehende Energie nutzen. Würde das gesamte Geld, das z.Z. in die Atomkraft neu investiert wird in regenerative, saubere und sichere Energie fließen, so hätten wir langfristig keine Energieengpässe mehr zu befürchten. Und was sind schon Stromengpässe gegenüber einer verstrahlten Umwelt? Greenpeace hat dem Aachener Ingenieur-und Beratungsbüro EUtech einen
Plan (pdf-datei) in Auftrag gegeben, der beschreibt, wie wir schnellstmöglich aus der Atomenergie aussteigen können. Reinschauen lohnt sich.

08.Juni 2011: Der Einsatz von hunderttausend Menschen hat bewirkt, dass nun Schwarz/Gelb den Ausstieg aus der eigenen Laufzeitverlängerung plant und sage und schreibe 8 Meiler sofort stilllegen möchte. Das ist zwar begrüßenswert, reicht aber aus obigen Gründen nicht aus, um ab jetzt ruhig schlafen zu können. Jochen Stay hat eine interessante
Analyse zum Atomausstiegsbeschluss von Schwarz/Gelb geschrieben, die absolut lesenswert ist. Aktuelle Hintergrundsinfos Stand April 2012 findet ihr bei ausgestrahlt hier.  

01.04.2012: Kein Aprilscherz: Das noch laufende AKW Brokdorf macht nach wie vor Probleme. Hierzu hat ausgestrahlt eine interessante Broschüre zusammengestellt, die hier als pdf herunterladbar ist. Es gibt definitiv keine ergebnisoffene Suche nach einem Atommüllendlager. Hintergrundsinfos von ausgestrahlt hier.Und in Fukushima ist längst nicht alles ausgestanden. Hintergrundsinfos findet ihr hier. 

Was mich zur Zeit nervös macht, ist die undifferenzierte Diskussion über die Strompreiserhöhungen. Mir scheint, dass die Atomlobby ganze Arbeit leistet. Wer mehr Hintergrundwissen benötigt wird hier bei Greenpeace fündig.

28.01.2013: Heute schrieb mir Jochen Stay von ausgestrahlt:               

"In Deutschland laufen noch neun Atomkraftwerke, die jeden Tag älter und
störanfälliger werden. Sechs davon – so der Plan – werden erst zum Jahr
2022 abgeschaltet, drei am Anfang, drei am Ende. Im Herbst sind
Bundestagswahlen und die kommende Regierung muss darüber entscheiden,
wie es atompolitisch weitergeht. Nach derzeitigem Stand würde in der
nächsten Legislaturperiode nur ein einziger Reaktor stillgelegt, nämlich
Ende 2015 das bayerische AKW Grafenrheinfeld. Und das nennt sich dann
Atomausstieg.
Statt AKWs werden Gaskraftwerke stillgelegt.
Gleichzeitig gehen energiepolitische Debatte und Realität immer weiter
auseinander: Einerseits erwecken zahlreiche Medien, vielen
PolitikerInnen und Industrieverbände den Eindruck, die Energiewende
würde nicht funktionieren und denken bereits öffentlich über neue
Laufzeitverlängerungen für die AKW nach. Andererseits stellt Deutschland
neue Rekorde in Sachen Stromexport auf, während Eon und RWE massive
Kraftwerks-Überkapazitäten beklagen und reihenweise Gaskraftwerke
stilllegen wollen, die aber als Ausgleich für Wind und Sonne für die
Energiewende dringend gebraucht werden. Wieso kommt eigentlich niemand
auf die Idee, stattdessen einfach Atomkraftwerke stillzulegen?

07.02.2013: Es gibt eine gutachterliche Stellungnahme zur Gefährlichkeit des AKW Brokdorf, die eingesehen werden kann.
Gutachterliche Stellungnahme zur Gefährlichkeit des AKW Brokdorf

Interessant auch eine relativ aktuelle bei Emnid in Auftrag gegebene Umfrage zum schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft. 51 Prozent der Befragten sind z.Z. für eine schnellere Abschaltung der noch laufenden Kernkraftwerke!!!

Wer immer noch nicht verstehen kann, wieso ein sofortiger atomarer Ausstieg zwingend ist, sollte sich folgendes Video anschauen. Klick hier

weitere Infos findet ihr bei www.ausgestrahlt.de

und wem der Ausstieg aus der Atomkraft bzw. der Umstieg auf erneuerbare Energien zu teuer erscheint, sollte sich einmal hiermit ernsthaft beschäftigen. Das FÖS Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft hat einen interessanten Bericht dazu.

Und wer daran interessiert ist zu erfahren, was gerade in Fukushima läuft, findet hier einen interessanten Filmbericht.

Hier ein interessantes Interview von Armin Simon vom Anfang des Jahres 2014 mit Dr. Axel Berg (54, Jurist und Sozialwissenschaftler, ist Vorsitzender der Sektion Deutschland von Eurosolar – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien. Von 1998 bis 2009 saß er für die SPD im Bundestag, wo er unter anderem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit auf den Weg brachte.)

Die gewonnene Klage gegen das Castor-Zwischenlager in Brunsbüttel war
ein großer Erfolg. Doch das Bundesamt für Strahlenschutz geht in die
nächste Instanz.
http://umweltfairaendern.de/2014/01/aufruf-castor-zwischenlager-klage-brunsbuettel-unterstuetzen/

Jochen Stay —  23. Mai 2014 — Block  Anspruch und Wirklichkeit: erste Sitzung der Atommüll-Kommission zeigt, dass von hehren Versprechungen der Politik wenig übrig bleibt

Die „Bad Bank“-Pläne der Stromkonzerne sind zwar vorerst von den
Titelseiten verschwunden. Verhandelt wird nun im Geheimen. Umso
wichtiger ist es, dass wir jetzt dranbleiben und den öffentlichen Druck
auf die Bundesregierung verstärken. Mach mit!

Anlässlich des Todes von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher hier zwei
seiner großartigen Artikel, die er 2011 zur Atom-Debatte nach dem Beginn
der Fukushima-Katastrophe geschrieben hat:

Rhetorik und Realität: Die neun Allgemeinplätze des Atomfreunds
http://www.faz.net/aktuell/politik/energiepolitik/rhetorik-und-realitaet-die-neun-gemeinplaetze-des-atomfreunds-1256

Fukushima und die Deutschen: Sie nennen es Hysterie
http://www.faz.net/aktuell/politik/energiepolitik/fukushima-und-die-deutschen-sie-nennen-es-hysterie-1292

Das Dilemma mit der Atommüllkommission
Infos hier

“Totalversagen”: 136 stark beschädigte Atommüllfässer im AKW Brunsbüttel Jan Becker —  8. November 2014 —  Die Zahl der stark beschädigten Atommüll-Fässer im stillgelegten Atomkraftwerk Brunsbüttel steigt weiter. Nach Angaben des Betreibers Vattenfall wurde zuletzt ein Lagerraum unter dem AKW kontrolliert, in dem sich 74 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall befinden. Davon seien 32 “stark beschädigt”. Zuletzt meldete Vattenfall im Oktober, dass mindestens jedes dritte Fass in den Lagerkavernen kaputt ist.Atomkraftgegner sehen ein Totalversagen bei Betreiber, Atomaufsicht und dem Entsorgungskonzept....
Siehe hierzu auch den Bericht vom NDR.

26.November 2014: Infos vom ausgestrahlt-Team
....etwa 2.000 Atommüll-Fässer sind oder waren beschädigt oder undicht – bundesweit an mindestens 17 Standorten. Es ist kein gutes Gefühl für uns als Anti-Atom-Organisation, wenn wir mit unseren Warnungen so oft richtig
liegen. Die unhaltbaren Zustände erfordern zweifelsohne Konsequenzen. Die
wohl allerwichtigste: Die weitere Produktion von Atommüll muss beendet
werden. Alle Infos:
600.000 Kubikmeter – Bundesregierung prognostiziert viel mehr Atommüll
 
Entsorgungsdesaster – Tausende Atommüllfässer in Zwischenlagern sind
beschädigt

10.02.2015
Es schrieb Jochen Stay:
"....Das ARD-Politmagazin „Monitor“ enthüllte letzte Woche einen Skandal: Der
ehemalige Eon-Lobbyist Gerald Hennenhöfer hat als Chef der Atomaufsicht
im Bundesumweltministerium gegen den Protest seiner Fachleute die
Anordnung, acht AKW direkt nach Fukushima runterzufahren, juristisch
extrem schlecht begründet. So haben Eon und Co jetzt beste Chancen, vor
Gericht Schadenersatz einzufordern....
"


Ich kann nur immer wieder feststellen: "Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland".... :-(

 
     
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